Diesen Fehler machen 90 % beim Entlüften ihrer Heizung – vermeiden Sie ihn jetzt!

Ein gemütlich warmes Zuhause – das wünscht sich jeder, besonders wenn es draußen friert. Doch was, wenn die Heizung gluckert oder kaum Wärme abgibt? Viele greifen dann zum Entlüftungsschlüssel. Der Gedanke: Luft raus, Wärme rein. Klingt einfach. Aber genau hier machen 90 % einen entscheidenden Fehler, der mehr schadet als hilft.

Warum Entlüften wichtig ist

Mit der Zeit sammelt sich Luft in den Heizkörpern. Diese Luft verhindert, dass das Heizwasser gleichmäßig zirkuliert. Gluckernde Geräusche, ungleichmäßige Wärme und höherer Energieverbrauch sind die Folge.

Regelmäßiges Entlüften kann hier Wunder wirken – wenn man es richtig macht.

Der häufigste Fehler: Ohne Druckmessung entlüften

Viele beginnen direkt mit dem Entlüften, ohne vorher den Heizungsdruck zu überprüfen. Genau das ist der große Fehler. Denn sobald Sie Luft aus dem System lassen, verliert es auch Wasser – und damit Druck.

Ein zu niedriger Druck führt dazu, dass die Heizung nicht mehr korrekt funktioniert oder sogar komplett ausfällt. Dann bleibt’s kalt, bis Sie wieder nachfüllen.

So entlüften Sie Ihre Heizung richtig

Folgen Sie dieser einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung und vermeiden Sie typische Fehler:

1. Heizkörper voll aufdrehen

Öffnen Sie alle Thermostate ganz. So kann die Luft besser zirkulieren und sich an bestimmten Stellen sammeln – dort, wo sie am ehesten entweicht.

2. Heizungsdruck prüfen

Werfen Sie einen Blick auf das Manometer am Heizkessel. Der Druck sollte bei ca. 1,5 bar liegen (in Einfamilienhäusern). Liegt er darunter, füllen Sie vor dem Entlüften Wasser nach.

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3. Heizkreislauf abschalten

Schalten Sie die Umwälzpumpe aus oder stellen Sie die Heizung für etwa 30 Minuten ab. So verteilt sich die Luft nicht weiter im System.

4. Entlüftung starten

Halten Sie ein kleines Gefäß und ein Tuch bereit. Nun setzen Sie den Entlüftungsschlüssel am Entlüftungsventil an (meist oben seitlich am Heizkörper).

Drehen Sie langsam gegen den Uhrzeigersinn. Es zischt – Luft entweicht. Sobald Wasser austritt, schließen Sie das Ventil wieder.

5. Wieder prüfen und nachfüllen

Ist der Druck nun gesunken, müssen Sie wieder Heizungswasser auffüllen (über den Einfüllstutzen, meist am Kessel). Nicht vergessen: Danach erneut entlüften, falls viel Wasser nachkam.

Wann sollte man entlüften?

Am besten führen Sie diesen Vorgang einmal pro Jahr durch – idealerweise zu Beginn der Heizperiode. Auch wenn die Heizung ungleichmäßig warm wird oder Geräusche macht, sollten Sie entlüften.

Diese Werkzeuge brauchen Sie

  • Entlüftungsschlüssel (für wenige Euro im Baumarkt erhältlich)
  • kleines Gefäß (z. B. eine Schale oder Tasse)
  • Lappen oder Tuch zum Schutz vor Spritzern
  • evtl. Gießkanne oder Schlauch zum Nachfüllen von Wasser

Bonustipp: Heizung effizienter machen

Nach dem richtigen Entlüften lohnt es sich, alle Heizkörper zu entstauben und ggf. Thermostatköpfe zu überprüfen. Verdreckte oder klemmende Thermostate behindern ebenfalls das Heizen.

Auch ein hydraulischer Abgleich oder das Isolieren der Rohre kann langfristig helfen, Energie zu sparen.

Fazit: Kleine Handlung, große Wirkung

Wer seine Heizung richtig entlüftet, spart nicht nur Energie, sondern sorgt für wohlige Wärme im ganzen Haus. Vermeiden Sie den häufigsten Fehler und behalten Sie den Druck im Blick. So bleibt Ihre Heizung effizient – und Ihre Wohnung angenehm warm.

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Lena M.
Lena M.

Lena M. ist eine erfahrene Kosmetikerin mit über 10 Jahren Berufserfahrung. Sie teilt ihre Expertise im Bereich Hautpflege und kosmetische Behandlungen, um anderen zu helfen, ihre natürliche Schönheit zu betonen.